CIOs und IT-Manager fragen sich regelmäßig, welche Kommunikationstools und -dienste benötigt werden, um die Produktivität des Unternehmens zu steigern. Bis heute nutzen Unternehmen vor allem E-Mail, Unified Communications und soziale Netzwerke. Doch in der heutigen dynamischen IT-Landschaft gibt es tägliche Neuigkeiten von innovativen Tools und Dienstleistungen für die Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen. Es ist oft schwierig für Firmen zu verstehen, welche Lösungen wirklich nützlich sind, um die Zusammenarbeit und Kommunikation mit Kollegen und Teams zu verbessern und die Produktivität des Unternehmens insgesamt zu erhöhen.

Betrachtet man die Entwicklung der Unternehmenskommunikation in den letzten 20 Jahren oder so, werden Muster sichtbar, die es offensichtlicher machen, was wirklich benötigt wird und wohin die Zukunft der Unternehmenskommunikation führen wird.

1. E-Mail

E-Mail hat es schon länger in militärischen Einrichtungen und Universitäten gegeben, aber es dauerte bis zum Ende der 80er Jahre bis die ersten kommerziellen Anbieter von E-Mails erschienen (z. B. Compuserve, MCImail, AOL). Das Wachstum der E-Mail war stark mit der Verbreitung des Internet und des World Wide Web verbunden. Verbraucher, die einen Onlinedienst für den Internetzugang abonnierten, erhielten in den meisten Fällen eine E-Mail-Adresse mit dem Konto. Die E-Mail wurde in Kürze ein schneller, billiger und direkter Kommunikations-Kanal für Familie und Freunde (vor allem wenn sie weiter weg oder auswärts lebten). Diese Vorteile und die einfache Anhabung nutzten auch Unternehmen, um eine bessere Teamkommunikation zu ermöglichen und einen schnelleren Informationsaustausch mit Kunden, Lieferanten und Partnern zu ermöglichen. Darüber hinaus war die E-Mail billiger und schneller als Briefe oder Faxe und erlaubte das Versenden von Dateien an Kollegen und Teams. Bald wurde E-Mail ein wichtiges Produktivitätsinstrument in der Unternehmenswelt.

2. Unified Communications

Es gab viele IM und VOIP Dienstleistungen für PCs in den späten 90er Jahren. Im Jahr 2003 wurde Skype veröffentlicht und wuchs schnell bei privaten Verbrauchern. Skype bot damals schon Instant Messaging, einfache Gruppen-Chats, Sprach- und Videoanrufe sowie Online-Meetings. Das Echtzeit-Messaging, die Gruppenkommunikation, die Benutzerfreundlichkeit und die globale Verfügbarkeit waren die Gründe für Skype's Popularität. Dieses Feature-Set wurde eine Software-Kategorie namens Unified Communications. Viele Business-Tools (z.B. Lync, IBM Sametime, Cisco Jabber, usw.) wurden entwickelt, die eine sehr ähnliche Funktion wie Skype hatten, sich aber auf Unternehmen konzentrierten und bessere Administration, Datenschutz und Sicherheit lieferten. Diese Tools haben sich in Unternehmen aufgrund ihrer Produktivitäts- und Kommunikationsvorteile für Organisationen aller Größen weit verbreitet.

3. Soziale Netzwerke für Unternehmen

Um die Jahrtausendwende haben sich soziale Netzwerke vor allem in den USA und Asien verbreitet. Zuerst starteten mehrere Verbraucherdienste (z.B. Friendster, MySpace, Bebo, Orkut, usw.), die es den Nutzern ermöglichten, sich mit Familie, Freunden und anderen, die Interessen, Aktivitäten und Hobbys teilten, zu verbinden. Diese sozialen Netzwerke förderten den Austausch, den Wissenstransfer, die Zusammenarbeit und (natürlich) das Networking. Am Ende gewann Facebook den Verbrauchermarkt. Es dauerte nicht lange, bis die ersten sozialen Netzwerke für Geschäftsleute und Professionals (z.B. Linkedin, Xing) mit einer Konzentration auf Networking, Rekrutierung und Karriere auf den Markt kamen. Dann kamen dedizierte Enterprise-Social-Networking-Tools (z.B. Yammer, Salesforce Chatter, Jive), die die Vorteile der Verbraucher-Tools in die Unternehmenswelt brachten. Die meisten dieser Tools waren Facebook sehr ähnlich. Das Ziel der sozialen Netzwerke für Unternehmen war besserer Wissensaustausch, schnelle Verbreitung von News, einfachere Zusammenarbeit bei Projekten und von Teams, sowie bessere Vernetzung innerhalb des Unternehmens.

4. "Whatsapp für Unternehmen"

Mit dem Aufstieg von Android- und iOS-Smartphones wurden die ersten Messaging-Apps verfügbar. Diese Anwendungen erlaubten es den Verbrauchern kostenlose Text-Nachrichten als Alternative zu teuren SMS zu versenden. Die große Nachfrage wurde vor allem von Jugendlichen getrieben, die in der Regel hunderte von Textnachrichten pro Tag versenden. Whatsapp war die zuverlässigste unter diesen neuen Messaging-Apps, wurde schnell auf den wichtigsten Smartphone-Plattformen angeboten und entwickelte ein umfassendes Feature-Set (z.B. Teilen von Fotos, Videos, Standorten, Kontakten, Sprachnachrichten, Lesebestätigungen). Die einfache Handhabung, die Echtzeit-Kommunikation und die breiten Anwendungsfälle haben Whatsapp schnell zum beliebtesten Kommunikations-Tool auf Smartphones gemacht. Whatsapp ist auch sehr beliebt bei Mitarbeitern von Unternehmen und Behörden. Sehr oft ist Whatsapp deswegen heute Teil der Schatten-IT, und Firmen und Behörden sind häufig besorgt über potenzielle Nachteile, Schäden und Probleme durch die Nutzung von Whatsapp im Unternehmen. Da Unternehmen starken Datenschutz, unternehmensweite Sicherheit, professionelle Administration, umfassende IT-Ökosystem-Integrationen, sichere APIs, plattformübergreifende Anwendungen, mobiles Application Management, konfigurierbare Compliance-Richtlinien und vieles mehr für ihre Nutzung benötigen, verbreiten sich derzeit dedizierte Enterprise Messaging Apps wie Teamwire, die Firmen ein eigenes "Whatsapp für Unternehmen" bieten. Das Thema "Whatsapp für Unternehmen" bzw. Enterprise Messaging Apps für die interne Kommunikation und die Zusammenarbeit von Firmen ist wahrscheinlich einer der wichtigsten IT-Trends derzeit.

Die oben genannten Tools waren die wichtigsten Anwendungen für die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Teams im Unternehmen in den letzten Jahren. Die Tools decken ein breites Spektrum von Anwendungsfällen ab und sind weit verbreitet. Natürlich gibt es auch andere Tools für die Team-Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen. Aber diese anderen Tools werden dann normalerweise für spezifische Szenarien und Anwendungsfälle eingesetzt und sind nicht im gesamten Unternehmen erforderlich wie die oben dargestellten Anwendungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die allgemeine Unternehmenskommunikation den Trends der Verbrauchermärkte folgt. Kommunikations-Tools, die bei Verbrauchern im privaten Bereich beliebt sind, werden wahrscheinlich auch in der Unternehmens-Welt zum Einsatz kommen. Dies ist im Moment wahr für Enterprise Messaging Apps und ein "Whatsapp für Unternehmen", und wird in Zukunft wahrscheinlich auch für alle kommenden Kommunikations-Kategorien wahr bleiben.

 

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